Freie Trauung in der Schweiz
Warum das Ja erst der Anfang ist, und was ihr über Ablauf, Recht und Kosten wissen solltet.

Die meisten Paare planen den Tag. Fast niemand plant den Moment. Dabei ist genau das der Grund, warum ihr über eine freie Trauung nachdenkt: Ihr wollt, dass die Minuten, in denen ihr Ja sagt, wirklich euch gehören.
Was ist eine freie Trauung?
Eine freie Trauung ist eine Hochzeitszeremonie, die nicht an eine Kirche, eine Religion oder ein Amt gebunden ist. Ort, Sprache, Länge und Ablauf bestimmt ihr. Eine Zeremonienleiterin oder ein Zeremonienleiter, oft Trauredner genannt, schreibt und führt die Feier. Im Zentrum steht nicht eine Liturgie, sondern eure Geschichte.
Ist eine freie Trauung in der Schweiz rechtsgültig?
Nein. Rechtsgültig ist in der Schweiz nur die zivile Trauung. Dafür reicht ihr beim Zivilstandsamt ein Gesuch ein, und das Amt prüft die Voraussetzungen. Laut dem offiziellen Portal ch.ch könnt ihr euch nach der zivilen Trauung religiös oder frei trauen lassen. Die Kosten für die zivile Trauung liegen dort angegeben zwischen 300 und 400 Franken, besondere Wünsche wie ein Samstag kosten zusätzlich.
Viele Paare legen beides nicht auf denselben Tag. Der Besuch auf dem Amt ist dann die Formalität im kleinen Kreis, die freie Trauung das Fest.
Wie läuft eine freie Trauung ab?
Einen festen Ablauf gibt es nicht. Das ist der Punkt. Als Orientierung hilft diese Abfolge:
- Einzug. Mit Musik, zu zweit, mit den Eltern oder allein.
- Begrüssung. Die Gäste kommen an, der Raum öffnet sich.
- Eure Geschichte. Der Teil, in dem gelacht und geweint wird.
- Ritual. Wenn eines zu euch passt: Rituale für die freie Trauung gibt es viele, und das beste ist oft das, was nur ihr versteht.
- Eheversprechen und Ringe. Eure eigenen Worte, wenn ihr mögt.
- Das Ja. Und der Kuss.
- Auszug. Danach beginnt das Fest.
Rechnet mit rund einer halben bis einer Dreiviertelstunde. Länger trägt nur, wenn die Gäste bequem sitzen.
Was wir vorher besprechen
Ich frage euch natürlich, wie eure Traumhochzeit aussieht. Und ich frage, was ihr einander zu sagen habt. Die zweite Frage verändert fast immer die Rede. Denn die Antwort auf sie ist selten das, was auf der Einladung steht.
Nehmt euch für diese Frage einen Abend, bevor ihr über Blumen sprecht. Was soll in zwanzig Jahren noch stimmen? Was habt ihr zusammen durchgestanden? Wofür wollt ihr, dass eure Gäste Zeugen sind?
Was kostet eine freie Trauung?
Bezahlt wird nicht nur die Stunde am Hochzeitstag, sondern vor allem die Zeit davor: Gespräche, Text, Abstimmung und Anreise. Das Schweizer Netzwerk Traumich nennt für eine Zeremonie einen Einstieg ab CHF 2200. Das hilft als Orientierung. Am Ende zählt die Offerte für eure konkrete Feier. Bei mir bekommst du nach dem ersten Gespräch eine schriftliche Offerte, und unter Preise steht, was alles dazugehört.
Wann solltet ihr anfangen?
Beliebte Samstage im Sommer sind früh vergeben. Sobald Datum und Ort stehen, lohnt sich die Anfrage. Plant für die Zeremonie danach genug Zeit ein, damit in Ruhe Worte entstehen können.
Drei Dinge, die oft vergessen gehen
- Ein Plan für Regen. Draussen ist wunderbar, aber nur mit einem Dach in der Nähe.
- Ton. Ab etwa dreissig Gästen hilft ein Mikrofon, besonders im Freien.
- Stille. Plant eine Minute ein, in der nichts passiert. Es wird die Minute sein, an die ihr euch erinnert.
Wenn ihr wissen wollt, wie das für euch aussehen könnte, schreibt mir. Oder lest, was eine freie Trauung bei Bagtun ausmacht.
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Antworten gibts gratis. Liebe Grüsse, Timo
BAGTUN


